Dämmerlicht 

 

Der Sonne Glanz verblasst, 

des Abends Kühle steigt empor. 

Es fällt des Tages Last, 

die Dunkelheit legt sich davor. 

 

Es lichten sich die Auen, 

auch keine Biene auf den Wiesen länger summt. 

Von fern ertönt der Katze ihr miauen 

und des Himmels Lied verstummt. 

 

Purpurn leucht‘ das Himmelszelt, 

einsam strahlt des Abends Stern. 

Silbern funkelt Nachbars Feld, 

es tönt der Nächte Klang von nah und fern. 

 

Aus dem Wald der Eule Schrei, 

eröffnet ist die nächtlich' Jagd. 

Ja die Nacht sie eilt herbei, 

zu beenden einen weit’ren Tag. 

 

Adieu du wunderbarer Tag, 

mach’s gut mein edler Freund. 

Die Nacht mit ihrer Kühle langsam naht, 

ich seh‘ dich alsbald wieder, wenn fertig ich geträumt. 

 

 

-ENDE- 

Lord John Patrick Franke
Lord of Glencoe
Juni 21 

Morgenluft 

 

Mit Klarheit sie uns begrüßet,

Reinheit und Frische sie geleiten.

Den Morgen so sie immer uns versüßet,

in den Tag sie will uns begleiten.

 

Leichte Kühle ist ihr Gewand,

auf des Morgens Röte sie leise schwebt.

Die Natur nimmt sie bei der Hand,

alles sich an ihr erfreut, was in Gottes Schöpfung lebt.

 

Mit ihrem Odem die Welt erwacht,

dabei verteilet ihren lieblich Duft.

Mit klarer Stimme gleich des Lebens Kraft,

liebevoll den Tag sie ruft.

 

-ENDE-

Lord John Patrick Franke
Lord of Glencoe
Juni 21