Des Hochmuts Preis

 

       

Erhaben über allem, so er sich präsentiert,
an Eitelkeit er nicht zu überbieten ist. 
Die Betrachtung seiner selbst er täglich idealisiert,
mit den Niederen er sich niemals misst.
 
Das Gewöhnliche ist ihm gar fremd,
seiner Beachtung es unwichtig erscheint.
Täglich lebt er nur in der eignen Welt,
Verachtung ist alles, was jetzt noch in ihm keimt.
 
Das Einfache für ihn nichts mehr hat an Wert,
unnütz der Gedanken Verschwendung hierfür. 
Der Hass auf das Menschsein in ihm gärt,
es sich nicht für ihn lohnt, zu opfern sich dafür.
 
Verklärung er glaubt, ist sein Besitz,
die Weisheit ihm gehört allein.
Seine Zunge jederzeit ist gespitzt,
zu formen die Worte welche sind gemein.
 
Er nicht bemerkt, dass Einsamkeit ist sein einz’ger Freund,
denn niemand möchte länger mit ihm sein.
Von der Masse Anerkennung allein er träumt,
Isolation ist seine Pein.


 

 
Lord John Patrick Franke
Lord of Glencoe
Juli 21