Des Menschen Geist

       

Zu sehen ist er nicht,
ihn zu erfassen unmöglich ist.
Wer dennoch will ihn begreifen,
tief in sein eigen Inneren er muss reisen.
 
Alkohol ist sein größter Feind,
mit Nebel er ihn umhüllt.
So dies geschieht, des Menschen größtes Leid,
mit Kummer er erfüllt.
 
Seiner Freiheit beraubt,
er leidet gar schwer.
Des Menschen Willen er gerne erbaut,
nichts er wünscht sich mehr.
 
Zu beflügeln, die menschlich Sinne,
dies ist sein Ziel.
Drum haltet doch einmal inne,
es ist doch gar nicht viel.
 
Lauschet seiner Stimme,
zu hören, seine Worte.
Auf das auch ihr bald beginne,
zu weilen an seinem Orte.
 
Er spricht gar manchmal schwere Kost,
nicht immer wir sie verstehen.
Seine Worte gleichen dem Prozess des Most,
rückblickend wir es oft erst sehen.
 
 So nehmt euch seiner an
und pflegt ihn gut.
Sehr dicht zu gehen an ihn ran,
benötigt’s manchmal etwas Mut.
 
Nur Gutes er für euch will,
euch stärken Tag für Tag.
Sei′s auch nur ein Gefühl,
nehmt es an, dass er euch mag.
 
Gebt ihm sein täglich Manna,
lasst seine Freiheit ihm.
Ihn zu begrenzen wär‘ ein Jammer
doch lasst ihn niemals von euch geh′n.

 

-ENDE-

Lord John Patrick Franke
Lord of Glencoe
Juni 21