Sprachlosigkeit

 
       
Der Mund geöffnet weit,
leer sind die Gedanken.
Gebremst vergeht die Zeit,
mein innerstes Gewicht gerät ins Wanken.
 
Trockenheit sich breitet aus,
mein Mund es dürstet ihn gar sehr.
Der Worte viele wollen gern hinaus,
doch die Zunge ist gar schwer.
 
Des Körpers Temperatur sich stetig ändert,
mal warm, mal kalt.
Des Herzens Schlag ist auch verändert,
meine Füße suchen nach des Bodens Halt.
 
Zu agieren, ich nicht vermag,
bedrohlich‘ Stille mich umgibt.
Zugleich das Böse an mir nagt,
wo ist meine Kraft welch mir die nöt’ge Stärke gibt?
 
Der Gefühle Sturm ist stark,
mein eigener Frieden ist noch weit.
Zu sprechen, ich noch immer nicht vermag,
Stille macht sich breit.
 
Der Seele Ruhe ist nun nah,
vorbei ist der Moment. 
Der Gedanken Fluss wird langsam wieder klar,
zu sehen der Hoffnung Schimmer am Firmament.
 
Worte der Vernichtung mein Herz erfüllt,
zugleich der Seele lieblich Stimm‘ ich hör.
Meiner Rache Durst will werden gestillt,
doch vieler lieber ich den Frieden nun beschwör.
 
Die Vernunft am Ende obsiegt,
das Gute mich durchströmt.
Das Ende nun hell und strahlend vor mir liegt,
mein Geist sich seiner eignen Klugheit rühmt.
 
-ENDE-


Lord John Patrick Franke
Lord of Glencoe
Juli 21